Nikolaus

Nikolaus

Jeden 6. Dezember feiern wir den Nikolaus. Die Kinder setzen ihre geputzten Stiefel vor die Haustür und stellen ihre leeren Säckchen aus. Und der Nikolaus kommt in der Nacht und beschenkt die Kinder mit vielen Leckereien und ein wenig Spielzeug. Diese vorgezogene Bescherung vor dem Heiligen Abend am 24. Dezember kennen wir seit dem Mittelalter.

Zur Zeit Martin Luthers gab es schon diesen Brauch. Luther aber störte es, dass das Beschenken mit einem Heiligen verbunden war. Ihm war der Heiligenkult nicht genehm. Trotzdem gab es auch für die Kinder im Hause Luthers zum Nikolaus immer Geschenke. Martin Luther aber erfand das sogenannte „Christkind“, das als eigentliches Geschenk zur Weihnacht kam. Jesus Christus ist dieses Geschenk, den wir zu Weihnachten zu seinem Geburtstag empfangen. An Weihnachten gab es dann bei den Protestanten die eigentlichen Geschenke.

Aus dem „Christuskind“ ist später das „Christkind“ geworden, das an vielen Orten die Geschenke bringt. Meist verbinden wir mit dem Christkind ein Mädchen in einem weißen Gewand. Der Christkindl-Weihnachtsmarkt in Nürnberg bezieht sich ja auf so ein Mädchen.

Der eigentliche Nikolaus ist eine geschichtliche Gestalt aus Kleinasien. Er lebte im dritten Jahrhundert nach Christus und war Bischof in der Hafenstadt Myra, die heute in der Türkei liegt und Demre heißt. Nikolaus setzte sich für die Gerechtigkeit und die armen Menschen ein. Besonders die Kinder lagen ihm am Herzen. In der orthodoxen Kirche ist er nicht nur ein normaler Heiliger, sondern ein „Hyperhagios“, ein Superheiliger.

Wie aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann wurde, das ist eine weitere Geschichte, die wir nächstes Jahr an dieser Stelle hören werden

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