Ein Dankeschön aus Muku für die Unterstützung

Unsere Partner im Kirchenkreis Muku (Demokratische Republik Kongo) danken herzlich für die großartige Unterstützung von 8.300 Euro für den Bau einer Schutzmauer! Sie berichten:
In Muku ist die Renovierung von „Manunga“, dem Wasserprojekt, so gut wie abgeschlossen. Der Erdrutsch vergangenes Jahr im Dezember hatte eine ziemliche Verzögerung in die Fertigstellung gebracht. Aber schon drei Monate später war aller Schutt beseitigt, die Erde weggeschaufelt und das neue Pumpenhaus erbaut. Bereits im April schickten wir ein Foto: Wasser fließt aus einem Wasserhahn! Freude, dass die Pumpen funktionierten! Nun konnten endlich Überprüfung und Reparatur am Wassernetz beginnen; über vier Jahre konnten die Leitungen ja nicht benutzt werden!
Zeitgleich zu den Arbeiten begann der Aufbau der Stütz- und Schutzmauer hinter dem Pumpenhaus; der Hang musste dringend abgesichert werden. Wichtig waren eine besondere Bepflanzung und eine massive Steinmauer, um das Pumpenhaus nicht erneut zu gefährden.
Für diese extra Ausgabe – viele teure Steine mussten dafür von weit her herangeschafft werden – wurden im Kirchenkreis Altenkirchen um Spenden gebeten und es konnte kürzlich die stolze Summe von 8300 Euro nach Muku gehen!

Vielen Dank an jede(n) Spender(in), an jede Gemeinde die sich eingebracht hat!

Inzwischen gehen alle Renovierungsarbeiten dem Ende entgegen. Die Stützmauer – (siehe Foto) ist fast fertig und aus allen Wasserhähnen an den 16 Brunnen fließt kontinuierlich Wasser.
Für jeden Brunnen sind künftig drei Dorfbewohner verantwortlich: zwei Frauen und ein Mann; für die Bedienung der Pumpen wurden zusätzlich sieben Männer vor Ort geschult. So braucht nicht bei jedem kleinen Zwischenfall Ingenieur Ciza aus Bukavu herbeigerufen zu werden.
Viele Dorfbewohner:innen haben zusätzlich Schulungen erhalten, kennen nun das Grundprinzip der Anlage und wissen um die notwendige Pflege „ihrer“ Wasserversorgung.
Da der Strom nur von 1 bis 5 morgens und von 15 bis 18 Uhr abgegriffen werden kann, arbeiten die Wasserpumpen jeweils von 5.30 bis 8 und von 15.30 bis 18.30 Uhr.

Alle Wasser-Konsumenten verpflichten sich für den Wasserverbrauch zu zahlen. Mit den Erlösen aus dem Wasserverkauf werden die regelmäßige fachgerechte Kontrolle und notwendige Reparaturen finanziert und eine Rücklage „angespart“.
Die Anlage Manunga gehört dem Kirchenkreis Muku, aber es bildet sich jetzt eine Gesellschaft, die die Anlage verwaltet. Mitglieder aus allen vier Gemeinden sind vertreten, die örtlichen Brunnengruppen und die für die Pumpen geschulten Personen sind die Basis.

Zu den Bildern:

Die Stützmauer mit Pumpenhaus, dahinter die besondere Bepflanzung
Beitragsbild: Das Pumpenhaus


– Die Brunnenverantwortlichen


– Die Schulung für die Pumpenanlage

Fotonachweis: Kirchenkreis Muku

Zusatz: Auch unsere Freunde in Muku reagieren großzügig und schnell, wenn sie von den Leiden bei uns erfahren. Im Juli, kurz nach der Flutkatastrophe erreichte uns eine Botschaft aus Muku. Die Opfer der Flutkatastrophe wurden in die Fürbitten einbezogen. Superintendent Pastor Bertin Mutarushwa schrieb:
„Man findet kaum Worte, um den Schmerz mit den Freunden des Rheinlandes zu teilen!“  Spontan wurden 425 US-Dollar für Flutopfer in der betroffenen Region gesammelt. „Ein Zeichen unseres Mitgefühls und ein Zeugnis unserer Brüderlichkeit in Zeiten der Freude und des Unglücks!“