Fortbildung in der Jugendarbeit

Vom 2.-4. Februar fuhren die Mitarbeiterinnen des Ev. Jugendzentrums zum Konvent der Hauptamtlichen Jugendleiter und Gemeindepädagogen nach Elkhausen. Inhalt des Konvents war, neben dem Austausch über die Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen, u.a. eine Fortbildung zum Thema „Mentale Gesundheit und Einsamkeit bei Jugendlichen“. Referentin war die Jugendbildungsreferentin Julia Thrun-Arendt, Mitarbeiterin der Ev. Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof e.V. Sie stellte die aktuelle COPSY-Studie (Corona und PSYche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf vor. Diese zeigt, dass die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen noch immer schlechter ist als vor der Pandemie. Auch, wenn viele Jugendliche über Bewältigungsstrategien verfügen, kämpfen sie mit mentalen Schwierigkeiten. Der Bedarf an Beratungen nimmt zu und ist weiterhin sehr hoch. Gehäuft treten Verhaltensauffälligkeiten auf, die viel Aufmerksamkeit erfordern und sich nicht allein mit einer Laune oder einer Entwicklungsphase erklären lassen.
Diskutiert wurde, was mentales Wohlbefinden beinhaltet und welche Auswirkung eine Störung auf die Psyche hat. Verändertes Mediennutzungsverhalten kann neben reduzierten Face-to-Face Interaktionen, der Zunahme von schulischem Leistungsdruck, gestiegenen sozioökonomischen Unsicherheiten und dem Verlust von Alltagsstrukturen ein Grund für diese Entwicklung sein. Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit können durch Offenheit, einem stabilen und vertrauensvollem Rahmen und durch Zeit und Verlässlichkeit bei der Bewältigung von Sorgen und Ängsten unterstützen und helfen. Wie gut ist es da, dass unsere Kirchengemeinde Kindern und Jugendlichen durch das Angebot der Offenen Tür im Jugendzentrum diese Möglichkeit bietet.
(Foto – Hauptamtlichen Konvent)