Miszellen zur Kirchengeschichte Hamm/Sieg
von Klaus Thiesbonenkamp

  • Vieles was zu berichten wäre, insbesondere die Anfänge, liegen im Dunkeln. Kaum verlässliche Quellen und Überlieferungen erhellen es. Die Geschichte der christlichen Entwicklung und damit der Kirchen- und Gemeindegründung in den einzelnen Orten und somit auch für Hamm/Sieg kann nur eingeordnet werden in den allgemeinen Zusammenhang der Erforschung der Rheinischen Kirchengeschichte.
    Sie ist erstmals im Jahr 314 mit ihren Bischöfen Agricius von Trier und Maternus von Köln dokumentiert. Mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion im römischen Reich entstand im 4. Jahrhundert die römische Staatskirche, die sich aber im Wesentlichen auf die Städte konzentrierte.
    „ Auf dem Land fehlte noch jede kirchliche Infrastruktur“ (1) Mit der Übernahme des Christentums durch die Merowinger wurde die Christianisierung vorangetrieben. Dies geschah durch die entsprechende Missionierung und wurde von den Herrscherdynastien unterstützt. Diese Anfänge wurden unter den Karolingern vorangetrieben zumal das Rheinland an zentraler politischer Bedeutung gewann, weil hier der Grenzraum zwischen den christlichen Franken und den heidnischen Sachsen lag. Dies führte zur weiteren Besiedlung des Siegtales und des damit verbundenen Aufbaues einer kirchlichen und politischen Verwaltung.

So auch im Auelgau (2) dem das Hammer Gebiet einst zuzurechnen war. Mehr als 400 Jahre später (Erwähnung des Auelgaues 722) treten die Grafen von Sayn (Ersterwähnung 1138) auf, die als Untergrafen der lothringischen Pfalzgrafen Lehnsträger waren. Ebenso waren sie Lehnsträger von unterschiedlichen Landesteilen von Kurköln und Kurtrier, welches dann auch immer wieder zu politischen Spannungen führte.

Das Kirchspiel (3) Hamm/Sieg  gehörte zum Dekanat Siegburg,  Archidiakonat Bonn, Erzbistum Köln. Diese Dekanate entstanden Anfang des 9. Jh.  Die Kirche zu Hamm „gehörte“ zum Kollegialstift St.Cassius zu Bonn, welches mehrere Patronate in der Grafschaft Sayn besaß. (4) In seiner Untersuchung kommt Höroldt zu dem Ergebnis, dass die Kirche nicht vom Stift gegründet worden ist, sondern als Geschenk erhielt.5) Wann aber die Kirche aus Bistumsbesitz zusammen mit dem Grundbesitz als erzbischöfliche Schenkung an das Stift überging, kann nicht datiert werden, zumal in einer Akte aus dem Jahre 1524 vom Stift nur behauptet wird, dass es Hamm schon seit „ über drei oder viel Hundert Jahren“6) besessen hätte.

Der Zugehörigkeit zum Stift St. Cassius verdanken wir die erste schriftliche Erwähnung von Hamm/Sieg aus dem Jahre 11317).  Die Urkunde enthält die Anerkennung der Besitzungen für das Stift in Bonn und wurde von Papst Innozenz II. bestätigt. Dem Probst Gerhard von Are (Vorsteher von 1124-1169) wurde u.a. der Kirchenzehnte zugesprochen, das Bannrecht verliehen und er hatte das Kollationsrecht inne, d.h. die Besetzung der Pfarrstellen erfolgte durch die Pröpste des Stiftes.

Die Besetzung der Pfarrstelle war eine bedeutsame politische Entscheidung. Die Belehnung der Pfarre  und damit deren Einkünfte erfolgte im wesentlichen an Personen, die das politische Vertrauen besaßen, denn neben den geistlichen Aufgaben übernahm der Pfarrstelleninhaber auch weltliche Angelegenheiten in der Verwaltung. Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass es mit den Landesherren öfter zu Streitigkeiten kam, denn diese wollten das Kollationsrecht selber ausüben. So verlor das Stift im Zuge der Reformation im 16. Jh. fast überall das Recht der Einsetzung.

In unserer Region waren es vor allem die Grafen von Sayn8) und die Grafen von Berg die in den folgenden Jahrhunderten Besitzstreitigkeiten mit dem Stift ausfochten, insbesondere wegen der Zehntrechte. Sayn gewann als Pächter von Zehnteilen des Stiftes immer mehr an Gewicht und übernahmen den gesamten Zehnten der Grafschaft dann gegen eine einmalige Zahlung von 5500 Gulden im Jahre 1573.9)

Im Laufe von 400 Jahren verstanden es die Grafen von Sayn, ihre Territorialmacht auszubauen und zu festigen.

In den Jahrhunderten bis zur Einführung der Reformation festigte sich der Einfluss der Kirche und es entwickelte sich ein kirchliches Gemeindeleben. Die Einkünfte der Pfarrer bestanden aus dem Grundertrag der Pfarrei, dem Anteil am Zehnten und Stolgegebühren10) d.h. Einnahmen aus Taufen, Trauungen etc.. Der tägliche als auch der Ablauf des Jahres wurde von den kirchlichen Handlungen bestimmt. Die Feiertage regelten das Kulturleben der Menschen. Ebenso nahm die Gestaltung der Gottesdienste mit Messe, Predigt und Beichte feste Formen an.

Leider gibt es aus dieser Zeit kaum Nachrichten über die Menschen vor Ort, wie sie dann später in den Kirchenbüchern zu finden sind. So sollen sporadisch überlieferte Informationen über Personen aus dem Kirchspiel Hamm/Sieg aufgezeigt werden.

In der Urkundensammlung vom Kloster Marienstatt11) finden wir folgende Personen, die vermutlich zum Niederadel mit Grundbesitz gehören. Es sind die Familien Heinrich Ritters gen. von Auwe (Au), Arnold von Etzbach, Friedrich von Bracht und Junker Gerhard von Bicken (als Edelknecht bezeichnet) Obersalterberg bei Marienthal, die jeweils einen Teil ihres Besitzes an das Kloster vermachten.

Aus der Urkunde Nr.577:  „Jacob und Gelgen, eheleut, Hermann und Hill, eheleut zu Auwe, versetzen all ir

erb und gut zu Ham, item ihr theil zu Steintenbergh Gerharden von Brachten,  irem mage, vor 50 fl. sollen nichts weniger die versetzer d(as) gut vermannen, als fern als Sainisch lehn ist, mit ihres lieben gnedigen junckern, Johann, graven zu Sain, und der beider verpfender sigel versigelt,anno etc. 1366.“ 12)
Inder Urkunde 1313 vom 2.September 1489  wird vom Grafen Gerhard von Sayn dem Abt Friedrich angezeigt, dass der St.Nikolaus-Altar (13) vom Pastor Dietrich aus Meudt der Hammer Kirche  übergeben wird,  damit dadurch ein Priester zu Obersalterberg bezahlt werden kann.

Zum Kirchspiel Hamm gehörten vor der Einführung der Reformation folgende Ortschaften:

Au, Auer Mühle, Bellingen, Birkenbeul, Bitzbruch, Bitzen, Breitscheidt, Brucheitseifen, Dellingen, Dünebusch, Etzbach, Forst, Fürthen, Gansau, Geilhausen, Haderschen, Halscheid, Hämmerholz, Hamm, Hassel, Hausen, Heckenhof, Heide, Herrgottsau, Hohensayn, Hof Holpe, Imhausen, Kaltau, Kappenstein, Kohlrich, Langenbach, Marienthal, Mümmelbach, Neuhöfgen, Niederhausen, Niederirsen, Oberseifen, Öttershagen, Opperzau, Opsen, Pfaffenseifen, Pfaffenschoppen, Pracht, Roth, Salterberg, Schlade, Seelbach, Seifen, Thal, Thalhausen, Ückertseifen, Unterschützen, Wäldchen, Weißenbrüchen, Wickhausen

Die reformatorische Bewegung14), die Erneuerung von Staat und Kirche, die am Beginn der Neuzeit Ende des 15. und Anfang des 16.Jh. in Deutschland sich äußerst kompliziert und widersprüchlich entwickelte, hatte natürlich auch ihre Auswirkungen auf unsere Region.

Der Augsburger Religionsfriede von 1555 bedeute den endgültigen Verzicht auf die Wiederherstellung der Alleinherrschaft der römischen Kirche, er brachte die Anerkennung der Gleichberechtigung von Katholiken und Anhängern der Confessio Augustana. Er hatte nicht den Charakter eines allgemeinen Religionsfriedens, denn Zwinglianer, Calvinisten und Wiedertäufer blieben ausdrücklich ausgeschlossen. Und mit dem bekannten cuius regie, eius religio (wes Herrschaft, dessen Religion) wurde den weltlichen Reichsständen die Bekenntniswahl zugesichert, nicht aber dem Individuum selber.

Das reformatorische Gedankengut wurde von Mensch zu Mensch weitergetragen und machte vor keiner Grenze halt. So berichtet 1523 der Trierer Professor Latomus:

„Alles spricht und diskutiert über theologische Fragen, die Metzger, die Schneider, die Wachszieher, die Wirte und die Bauern.“ 15)  Über die großen Handelsstraßen, die durch den Westerwald führten (Köln-Frankfurt, Köln-Leipzig), kamen die Ideen ins Land., d.h. die evangelische Bewegung hatte schon z.T. hier Fuß gefasst, bevor die „landesherrliche“ Reformation eingeführt wurde. Sie stieß auf Anteilnahme in der Bevölkerung, weil die kirchlichen Missstände auch hier vorhanden waren. Die großen Abgabelasten an die Kirche bedrückten die Menschen, die seelsorgerischen Leistungen der Priester wurden nicht erbracht. Der Ausschluss von der Kelchkommunion (in beiderlei Gestalt) in der Messe verdeutlichte den herrschenden Klerikalismus.
Unordnung, Zügellosigkeit und ausschweifendes Leben wurde bemängelt. Den Weltpriestern wurde unordentliches Leben, Üppigkeit, Unwissenheit und Veruntreuung des Kirchengutes vorgeworfen. Die Menschen hatten vor solchen Dienern der Kirche keinen Respekt, gingen nicht zur Messe und weigerten sich, diesen Priestern und Mönchen den Zehnten zu zahlen.

Über die reformatorische Bewegung vor 1560 in der Grafschaft gibt es kaum Quellen, denn in den Akten wurde nur dann über die Volksbewegungen berichtet, wenn es Streit mit dem Landesherren gab. Aufzeichnungen direkter Art, was der „gemeine Mann“ dachte, gibt es nicht. Allerdings finden sich in den Akten des benachbarten Herzogtums Berg Hinweise und Dekrete 16), die einerseits vor der ketzerischen Lehre Luthers warnten und zugleich die Missstände in den Kirchspielen anprangerten. Ein weiteres Indiz für die Akzeptanz der Reformation in unserer Region zeigt sich darin, dass Studenten aus Hachenburg, Freusburg, Mudersbach 17) sich schon vor 1560 in Marburg immatrikuliert haben. Die Marburger Universität war die erste ev. Universität in Deutschland, gegründet von Landgraf Philipp von Hessen 1527. Später als die meisten und auch die meisten benachbarten Fürsten (Wied, Nassau-Dillenburg, Sayn-Wittgenstein) haben die Grafen von Sayn die Reformation eingeführt.

Die Grafschaft wurde seit 1542 von den Brüdern Sebastian II. und Johann VI. gemeinsam regiert. Sebastian neigte gleich seinem wittgensteinischen Vetter der Reformation zu, während der ältere Bruder als gläubiger Katholik (verweilte vorübergehend im Vatikan) und treuer Vasall von Kurtrier in unmittelbarer Nachbarschaft zum mächtigen Kölner Erzbischofs der neuen Glaubenslehre keine Sympathie entgegenbrachte. Am 10.08.1555 teilten sie die Lande; Johann bekam vor allem die Westerwald-Ämter Altenkirchen und Hachenburg, während Sebastian das Sieggebiet des Amtes Freusburg samt Friedewald und dem saynischen Anteil an der Herrschaft Homburg zufielen. Am 20. März 1560 stirbt Graf Johann VI. Er hinterließ eine stark verschuldete Grafschaft . Sein ältester Sohn Graf Adolf übernimmt die Regierung im väterlichen Landesteil. Schon zu Lebzeiten seines Vaters hatte er sich mit Marie von Mansfeld vermählt, die aus lutherischem Haus stammt. Ein Teil der Grafen von Mailsfeld gehörten dem Schmalkaldischem Bund an.

Beide, Onkel und Neffe, sind sich einig, die Augsburgische Confession als verpflichtendes Bekenntnis in ihrem Lande einzuführen.  „Sie gehen nicht aus Opposition gegenüber dem Verstorbenen ans Werk, auch nicht im brennenden Eifer um  “ Gottes Wort und Luthers Lehr ,  das ist zu eng gesehen. Sie handelten im Verantwortungsbewusstsein für das  „von Gott tragende Amt, die ihnen auf ihre Schulter gelegte Last:  Sie sehen die auf allen Gebieten zutage tretende Autoritätslosigkeit. Sebastian sieht die Trunksucht, die Unzucht, die Missachtung der göttlichen Gebote, Adolf erkennt die Unzulänglichkeit bisheriger patriarchalischer Regierungsformen und zugleich die vorausdenkende, alle Gebiete des öffentlichen Lebens umfassende Aktivität mancher evangelischer Landesherren.“ 18)  Betrachten wir ersten Maßnahmen:

Am  9. August 1560  wird ein Sendtag, zu vergleichen mit der heutigen Synode, nach Hachenburg einberufen. Der Sendtag ist ein niedriges geistliches Gericht, auf dem nach einer Kirchenvisitation Zank, Streit, Schlägereien, Gotteslästerung und Verstöße gegen die Kirchenordnung behandelt werden. Ursprünglich wird sie geleitet vom einem Bischof bzw. seinem Vertreter, Probst oder Archidiakon.
Aber diesmal wird er von Graf Adolf selber als Summus Episcopus (oberster Bischof des Landes) geleitet. Im Protokoll wird die Einführung der evangelischen Wochenpredigt verlangt. Hiermit erfolgte die rechtliche Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn. Und diese soll nach Möglichkeit mit in den Gemeinden amtierenden Pfarrern geschehen.
Dieses Vorhaben stieß nicht überall auf fruchtbaren Boden. So weigerte sich der katholische Pfarrer in Hamm, Schlebusch, die reformatorischen Ideen zu verbreiten. Er wurde 1562 aus dem Amt gejagt.
So die Interpretation von katholischer Seite 19)  die evangelische Interpretation lautet:  Er wurde  in den Ruhestand versetzt.20)  Aber letztendlich ging es hier auch um die Existenzfrage.
Den Geistlichen wurde aufgetragen, das Wort getreu dem Evangelium zu verkünden und die Lehre allein aus der Heiligen Schrift zu begründen. Aber vielfach fehlte die theologische Vorbildung. So zeigten sich für die Gemeinde zunächst die Veränderungen im Aussehen und Handeln der Pfarrer. Der Talar ersetzte das Messgewand, die deutsche Predigt verdrängte die lateinische Messe, das Abendmahl wurde in beiderlei Gestalt gereicht, Bilder wurden entfernt, die Heiligenverehrung, Wallfahrten ersatzlos gestrichen. Die Feiertage bekamen eine andere Gewichtung. Das Zölibat wurde aufgehoben.
Um seine Grafschaft  (Reichsmatrikel 1521 Köln 60 Reiter, 277 Fuß,600 Gulden – 3, 13, 4621)), aufzuwerten und unter Schutz des Kaisers zu stellen, beantragt Adolf, dass er seine Urkunden mit rotem Wachs besiegeln darf, um dadurch ein reichsunmittelbares Territorium zu werden, damit wollte er eine stärkere Position gegenüber den Lehnsherren Kurköln und Kurtrier gewinnen. Um die wirtschaftliche Lage seines Landes zu stärken, wurden neue Marktflecken in Bendorf, Flammersfeld, Niederfischbach eingerichtet. Ebenso wurde die Säkularisation des Kirchengutes vom Prämonstratenser-Kloster in Sayn,  Abtei Rommersdorf und vom Kloster Marienstatt betrieben. Auf kulturellen Gebiet wurde eine Lateinschule in Hachenburg eingerichtet und mit den Einnahmen der alten kirchlichen Bruderschaft finanziert.22)

1562 wurde die Kirchenordnung des Pfalzgrafen Ottheinrich eingeführt, die auf den lutherischen Ideen basiert, aber in der Gottesdienstordnung reformierten Vorstellungen folgt. „Kirchenordnung“ bedeutet hier mehr als nur eine kircheninterne Maßnahme. Die damalige Zeit erlebte und sah Kirche und Gesellschaft als eine Einheit.

1563 befiehlt Adolf eine Bestandsaufnahme der Kirchengüter und deren Erhaltung für die neue kirchliche Ordnung. Die der Kirche gehörenden Ländereien, Häuser, Scheunen usw. waren an Einzelpersonen gegen einen jährlichen Pachtzins verliehen. Das konnte zwar so bleiben, aber die Verwaltung ging von der Kirche auf den Landesherren über. Wenn wir einen Blick in die Visitationsprotokolle23)  von 1569  werfen zeigt sich, dass mit dieser Maßnahme einiger Missbrauch getrieben wurde. Die Klagen aus der Bevölkerung betreffen die gräflichen Beamten, die z. T. das Kirchengut anderweitig verwendeten, zu ihrem privaten Nutzen. zB.:  Ein festes Haus mit den dazugehörigen Gütern in Hamm sollte eine Pacht von 20 Gulden im Jahr erbringen, gehörte aber auf einmal Heinrich Brender (Beamter des Grafen Adolfs). Im Pfarrhaus zu Hilgenroth wohnt jetzt der Gastwirt. So wurde es schwierig, für die neuen evangelischen Pfarrer, die Pachtgelder und Zinsen der ausgeliehenen Kapitalien zu bekommen, die ihre Haupteinnahmequelle darstellten. Im Oktober 1565 wird im Amt Freusburg der erste an der Universität ausgebildete Theologe Leopold Optichtyus (gr. Bratfisch) als Pfarrer eingestellt.

Ebenso verhält es sich in Hachenburg im Jahre 1566 mit dem ev. Theologen Daniel Schott.

Nach dem frühen Tod Adolfs (1568) übernahm sein Bruder Hermann, ein ehemaliger Kanonikus aus Speyer, die Grafschaft. Mit ihm und später seinem Bruder Heinrich IV., ehemaliger Dompropst zu Köln, wurde der Ausbau zu einer Landeskirche vorangetrieben. Die religiöse Auffassung wechselte, inwieweit dies mehr politisch oder auch persönlich motiviert war, sei mal dahingestellt. Eine zentrale Maßnahme für die Festigung der ev. Kirche wurden, wie in allen reformierten Territorien, die Visitationen, die ab 1579 regelmäßig jedes Jahr stattfanden, durchgeführt. Sie bedeuten das Sichtbarwerden einer neuen Autorität.

Auch erließ Hermann 1574 24) eine neue Kirchenordnung, die sich aber nur als eine Verbesserung der Ordnung von Sebastian und Adolf aus dem Jahr 1562 versteht. Wichtiger in unserem Zusammenhang erscheint mir die am 31 .Januar 1582 erlassene „Aufrichtung christlicher Disziplin der Pfarrer“25), in welchem die Klagen der Gemeinde über einzelne Pfarrer aufgearbeitet werden. Es wird von den Pfarrern gefordert, dass sie ein Vorbild für die Gemeinde sein, eine christliche Ehe führen, keine Konkubinen haben, von ihren Einkünfte leben, Essen, Saufen und Sex in Maßen genießen, kein Bier oder Wein ausschenken sollen und dergleichen mehr. Bei Nichteinhaltung soll der Übertreter dieser Ordnung dem geistlichen Gericht des Consistoriums überstellt und u.U. seines Amtes enthoben werden. Das Amt des Sendschöffen wird aufgewertet, denn sie sollen jetzt den Gottesdienstbesuch der Gemeindemitglieder kontrollieren. Nach dem Tod von Hermann 1588 übernahm Heinrich IV. die Alleinherrschaft über die Grafschaft Sayn.
Im Jahr 1590 erließ er die Kirchenordnung 26), die die letzte und zugleich abschließende Ordnung aus der Zeit der frühen Sayner Reformation war und ihre rechtliche Stellung mehr als 200 Jahre behielt. Sie enthält gegenüber den früheren keine theologische Erneuerung, die Gottesdienstordnung und die Agenda bleiben bestehen und die damaligen Ergänzungen von 1582 wurden eingearbeitet.

Aber auch diese Ordnung ist eine landesherrliche Ordnung. Die Kirchenmeister, Pfarrer, Glöckner als auch die Schulmeister unterstehen dem Landesherrn und nicht einer selbständigen kirchlichen Instanz. Das verhängnisvolle Bündnis von Thron und Altar bleibt nicht angefochten.

Da Graf Heinrich IV. keine Nachkommen hatte, vermachte er in seinem Testament die Grafschaft an seine Nichte Anne Elisabeth, die mit dem Grafen Wilhelm von Sayn-Wittgenstein verheiratet war. Da er wusste, dass der Wittgensteiner Anhänger der calvinistischen Lehre war, verfügte er, dass seine Untertanen den lutherischen Glauben behalten sollten. Aber es kam anders. Im Jahr 1605 wurde das reformierte Bekenntnis in der Grafschaft eingeführt, und zwar nicht behutsam und geduldig, sondern teilweise mit brachialer Gewalt. Die lutherischen Pfarrer, die nicht dem neuen Kirchenregiment zustimmten, wurden verjagt, mit Polizeigewalt aus dem Lande vertrieben.27)  So wurde auch der Pfarrer Georgius Tragus (Bock) aus Hamm vertrieben, der , so vermutet Sinemus28), die lutherischen Kirchenbücher und Akten mitgenommen hat29). Auch im Volk selber gab es Widerstände, so war zwar der Heidelberger Katechismus schnell eingeführt worden, aber die Ersetzung der Altäre durch Abendmahlstische und der Austausch der Luther-Choräle durch Lobwasser-Psalmen verlief nur zögerlich. So wird vom ersten reformierten Pfarrer, Johannes Manderbach, in Hamm berichtet, dass er sich mit dem Glöckner behängte und wegen seiner Schimpftiraden auf die Lutherischen mit Steinen beworfen und im Wirtshaus tätlich angegriffen wurde.30)

In dieser Zeit des religiösen und politischen Umbruchs wurde seitens des Herzog von Berg und des Grafen von Sayn-Wittgenstein versucht die Grenzstreitigkeiten, die seit Jahrhunderten bestanden und immer wieder durch Verhandlungen, Grenzbegehungen und Zeugenaussagen beseitigt werden sollten, im Hammer Land zu regeln.31)

Im „Siegburger  Vertrag“32)  vom 10. Mai 1607  trat der Herzog von Berg seine Untertanen in dem Hammer und Birnbacher Gebiet an den Grafen von Sayn ab und erwarb dafür die “Rechtsame“ im „Hammer Tal“ und im Kirchspiel Leuscheid.

Damit kamen die Ortschaften Au, Bellingen, Gansau, Geilhausen, Hausen, Imhausen und von den Orten Niederhausen und Opperzau je die Hälfte zum bergischen Amt Windeck.
Diese aus ökonomischen Gründen beschlossene politische Entscheidung über die Untertanen und deren Abgaben betraf nicht die kirchliche Zugehörigkeit. Nach wie vor gehörten die „Bergischen“ zum Kirchspiel Hamm. Dies führte zu erheblichen Spannungen zwischen den Pfarren aus Hamm und Rosbach, ging es hier doch auch um materielle Interessen. Aber als Lutheraner tendierten sie nach Rosbach, Leuscheid und Holpe. „ Als in Hamm der Kirchenstreit beigelegt wurde, drängten die „Treulosen wieder nach Hamm zurück, um den hohen Abgaben zum Kirchenbau in Rosbach (1763/7) zu entgehen“ 33) und wechselten natürlich auch wieder zurück, wenn in Hamm die Abgaben anstanden. Erst im Jahr 1780 wurden die Dörfer nach Rosbach eingepfarrt. Diese „Wirrungen“ spiegeln sich in den Kirchenbücher wieder.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg mit seinen verheerenden Folgen auch für Hamm und der Pestepidemie von 1636, in der 600 Menschen innerhalb eines halben Jahres starben, und in der Regierungszeit der Gräfin Louise Juliane (1632-1651) wurde das Luthertum wieder in der Grafschaft eingeführt. So kam es, dass ab Mitte des 17. Jahrhunderts beide ev. Konfessionen in Hamm gab und kurze Zeit später die Wiedereinführung des katholischen Bekenntnis erfolgte.
Ein uns heute lächerlich vorkommendes Ereignis war die Kalenderreform Papst Gregors III.  von 1582, die wegen den Unstimmigkeiten auf den 4. Oktober den 15. Oktober folgen ließ. Aber er wurde nur in den katholischen Ländern eingeführt, so dass bei konfessionell gemischter Bevölkerung zwei Kalender nebeneinander existierten. So feierten die Evangelischen Weihnachten zehn Tage später als die Katholischen.
In Sayn war der Kalender 1638 eingeführt, 1649 wieder verboten und 1665 erneut eingeführt worden. Es ist nicht verwunderlich, dass es zu Auseinandersetzungen und Spannungen kam. Die Auseinandersetzungen beruhten nicht nur in den theologischen Streitfragen zwischen den Lutheranern und den Reformierten, sondern oft waren es handfeste wirtschaftliche Gründe, die zu „allerhand Differenzen, die Herren Geistlichen protestantischer Religion betr.“, wie die Akte im Koblenzer Archiv (über 600 Seiten) heißt, führte.35)  Da die damaligen schmalen Einkünfte für die Pfarrer aus den Abgaben von der Bevölkerung bestritten wurden, schmälerten sich diese automatisch, wenn mehrere Anwärter auf den Zehnten angewiesen waren. So wurde immer wieder versucht, die Einnahmen aufzuteilen. So werden in einem Schriftstück vom 11. Mai 1671  28 Häuser in Hamm aufgelistet, von denen jeweils 14 der lutherische bzw. der reformierte Pfarrer zu geteilt bekommen, um den Zehnten zu kassieren. Sogar nach der Vereinigung der beiden ev. Kirchen im Jahre 1817 zur Union36)  blieb die Aufteilung des Zuchtebers und Zuchtbullens noch bis 1845 bestehen.

Die hier nun vorliegende Abschrift der lutherischen Kirchenbücher, wie sie in den Archiven zu finden sind, beginnt mit dem Jahr 1669. Wie oben dargelegt, ist das erste Buch von Targus nicht mehr vorhanden, das Zweite angelegt durch den reformierten Pfarrer Manderbach ab 1605 fiel der Plünderung des Pfarrhofes anno 1636 anheim und das Dritte von 1636 bis 1669 ist auch verloren 37) gegangen. Trotzdem finden wir Nachrichten über die Menschen im Hammer Land. In der o.a. erwähnten Bestandsaufnahme von 1563, ein Heberegister vom gräflichen Beamten Johann Birmbach erstellt und von den Geschworenen Bartolomäus

Schmidt aus Birkenbeul und Claus von Pracht bezeugt. Aufgelistet werden etliche Personen aus dem Kirchspiel, die ein Gut, Haus, Hof, Wald oder Wiese von der Kirche gepachtet haben: z.B. Simon von Opsen, ein Gut; Georg von Hämmerholz, mehre Kirchengüter;  Eiff  (Eva) von Haderschen, Engerichs Witwe gelehnt;  Bestgen von Niederhausen, Gut, Haus und Hof.

Ähnliche Aufstellungen finden sich aus dem Jahren 1586,  1589 und 1613, 1649 38) Eine weitere Quelle sind die Aufzeichnungen des Pfarrers Müller anfangs des 18.Jh., der den Versuch unternahm, aus alten Unterlagen ein Personen- und Güterverzeichnis zu erstellen, welches sich einerseits auf die Vor- und

Reformationszeit bezieht, anderseits Notizen aus den Kirchenbüchern von 1636 bis 1650 rekonstruiert. Auch hier finden sich etliche Menschen, die im Bezug zum Hammer Kirchspiel stehen.39)

Liste der evangelischen Pfarrer zu Hamm 1560 1900 40)

I.       Lutherische

Engelbertus Servatius 1560 – 1577
Georgius Tragus 1577 – 1605
Laurentius Krüger 1650 -1664
Albertus Weißenbruch 1664 – 1674
M. Johannes Müller 1675-1731
Johann H. Schüler 1720 – 1725
(Hilfsprediger)
Johann S. Philippi 1725 – 1761
(Hilfsprediger)
Johannes Reusch 1732 -1774
Johann D. Reusch 1769 – 1773
(Hilfsprediger)
Johann K. Seippel 1774 -1794
(Hilfsprediger)
Johann G.H. Schlosser 1795 – 1814
Heinrich K.F. Stiehl 1814-1828

II.      Reformierte

Johannes Manderbach 1605 -1609
Johannes Fellerus 1609 – 1663
Johann K. Hofmann 1664 -1670
Jakob R. Herrhausen 1670 – 1682
Johann J. Nies 1682-1684
Johann G. Niesener 1684 -1685
A.G.W. Heerhausen 1694 – 1704
J. Andreas Barth 1704-1714
Johann H. Hoffmann 1714 – 1735
J, Daniel Seel 1736-1738
J. Ludwig Kunkel 1738 – 1749
Wilhelm H. Seel 1749-1756
Adolf Emil Böhm 1756-1761
J. Ludwig Barth 1761-1763
J.W.A. Schindlet 1763 -1771
J.E.W. Baltzar 1771 -1779
Hermann C. Rhodius  1779 – 1787
Johann I. Molly  1787-1799
Jakob Cäsar    1799-1813
Ludwig W. Molly   1813-1815

III.     Unierte Pfarrstelle 1

G.W.H. Seippel                1815-1850
A.F.C. Lindenborn           1851 -1858
HennchK. Keefer            1859 – 1878
Johannes Symank           1872 -1876
Hermarm Schmidt           1876 -1883
Hermann Ringel            1884 -1889
Adolf zu Nieden              1889-1907

Pfarrstelle 2

Karl Marenbach                1876 -1886
KarlGies                      1887-1895
Eduard Müller                1896
Otto Schuster               1897-1919

Anmerkungen:

Eine alles umfassende Kirchengeschichte von Hamm liegt nicht vor. Am ausführlichsten: Brigitte Burbach,
Hamm an der Sieg Dorf- Kirche – Gemeinde, Rom, 1986; dies., Hamm in 1000 Jahren Geschichte, Wissen,
1996

1)     Joachim Conrad u.a., Evangelisch am Rhein. Werden und Wachsen einer Landeskirche, Düsseldorf, 2007,
S. 15; s.a. Erwin Mühlhaupt, Rheinische Kirchengeschichte. Von den Anfängen bis 1945, Düsseldorf; 1970
2)     Helmuth Gensicke, Landesgeschichte des Westerwaldes, Wiesbaden, 1958, S.32ff
3)     Bezeichnet einerseits die Gesamtheit der Pfarrkinder, andererseits den Bezirk, das Gebiet. Das zweite
Wort -spiel kommt vom ahd. spell und bedeutet Rede, Hinweis darauf, dass vor und in der Kirche die
weltlichen Bekanntmachungen vorgetragen wurden, s. Brüder Grimm, Deutsches Wörterbuch, Art.
„Kirchspiel
4)     s. Dietrich Höroldt, Das Stift St. Cassius in Bonn. Von den Anfängen der Kirche bis zum Jahr 1580, Bonner
Geschichtsblätter, Bd.Xl, Bonn ,1967
5)     eine andere Darstellung; J. Kramer, Hamm a. d. Sieg und das St. Cassiusstift in Bonn, in: Hans Günther
Mack (Hrg), Heimatbuch für Hamm/Sieg und den Amtsbezirk Hamm/Sieg, Altenkirchen, 1956,8.69
6)    Haminische Renten u Güter, so an auswärtige Örter gehören; item was an den Kirchspielleuten zu Hamm
quod ecclesiastica mitzukontribuieren von auswärtigen benachbarten prädentiert wird, LHA Koblenz
, Bestand 30/4884
7)     s. Brigitte Burbach, 875 Jahre Leben in Hamm, 1131 – 2006, Wissen, o.J.(2006), S.71T
8)     J oachim J. Halbekann, Die älteren Grafen von Sayn, Personen-, Verfassungs- und Besitzgeschichte eines
rheinischen Grafengeschlechts 1139 – 1246/47, Wiesbaden, 1997
9)     S. Höroldt, a.a.O.
10)   R. Puza, Art. „Stolgegebühren“, in: Lexikon des Mittelalters, Bd.Vlll, München, 2002, S. 190f
11)   Wolf H. Struck, Das Cisterciensterkloster Marienstatt im Mittelalter, Urkundenregesten,
Güterverzeichnisse und Nekrolog, Wiesbaden 1965, hier Urkunden-Nr.:158, 198, 388, 577, 680, 819, 1020,
1021, 1293
12)   a.a.O., S. 222; Urkunde Nr.680 wird die Ehefrau Beylgen geschrieben. U.a. ein Hinweis auf die nicht
einheitliche Rechtschreibung der damaligen Zeit
13)   s. Dieter Krämer, Baugeschichte der evangelischen Kirche in Hamm an der Sieg, I. Teil u. II. Teil, in
Heimatjahrbuch des Kreis Altenkirchen, 2007 und 2010
14)   aus der Unzahl der Veröffentlichungen: Leo Stern/Max Steinmetz (Hrg), 450 Jahre Reformation, Berlin,
1967; Heinrich Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und kirchliche Erneuerung, Von Maximilian I bis zum
Westfälischen Frieden 1490 – 1648, Frankfurt/M, Berlin, 1987
Bernd Moeller, Deutschland im Zeitalter der Reformation, Göttingen, 1999; Louise Schorn-Schütte, Die
Reformation, Vorgeschichte – Verlauf- Wirkung, München 2011, Adolf Laube u.a., Illustrierte Geschichte
der frühbürgerlichen Revolution, Berlin, 1974
15)   o. Quellenangabe zit. nach: W. Römheld, 400 Jahre evangelische Predigt in der Grafschaft Sayn, in: 400
Jahre Kirche der Reformation in der ehemaligen Grafschaft Sayn, Hachenburg, 1961,5.18
16)   Jülisch-Bergische Kirchenpolitik am Ausgang des Mittelalters und der Reformationszeit,
Urkunden und Akten 1400 – 1553, hg. von O.R.Redlich, Nachdruck von 1907, Düsseldorf, 1986, S.193 und
S.20ff
17)   Catalogus Studiosrum Scholae Marpurgensis, edit von J.Caesar, Marburg, 1877, S.29ff
18)   Freidrich Hermes, Zur Geschichte der Reformation in der Grafschaft Sayn, in: Monatshefte für
evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes, Düsseldorf, 1961, S.74
19)   Josef Wirths, Fünfhundert Jahre Mariethal, Werl, 1927, S. 58f
20)   Martin Sinemus, Die Geschichte der ev. Kirchengemeinde Hamm/Sieg, Hamm/Sieg 1927, S. 18, Sinemus
widerlegt die Behauptung, dass Pfarrer Schlebusch die Reformation in Hamm schrittweise eingefühlt
haben soll. s. Matthias Dahlhoff, Geschichte der Grafschaft Sayn und der Bestandteile derselbe«
besonders in kirchlicher Beziehung, Dillenburg .1874, Neudruck, Vaduz, 2006, S. 125, vgl. E.O.Löttgen, Die
reformatorische Anfänge im Raum der mittleren Sieg in: Heimatblätter des Siegkreises, H, 77, 1959,
S.33ff
21)   Reichsmatrikel von 1521, in: Reichakten, Jüngere Reihe, Nr.56, S.424ff
22)   Wilhelm Söhngen, Geschichte der Stadt Hachenburg, zugleich Festschrift zur öOOJahrfeier, Teil I,
Hachenburg, oJ. (1914), S.2441T
23)   s. Kirchen Visitationsprotokolle der Grafschaft Sayn, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Bestand
340/1605a
24)   Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 19, Rheinland-Pfalz
I.Teilband, begründet von E.Sebling, hg. von G.Seebaß u. E.Wollgast, Tübingen, 2008, S.337ff
25)  ebd. S.362ff, Hier zeigt sich schon der Einfluß des reformierten Bekenntnis
26)   ebd. S. 385, s.a. Hans Fritzsche, Die Saynische Kirchenordnung Graf Heinrichs, in: Evangelische Kirche an
der Sieg und auf dem Westerwald, Altenkirchen, 1990, S.20ff
27)   R. Semmelroth, Die gewaltsame Einführung des Calvinismus in der lutherischen Grafschaft Sayn,   in:
Monatshefte   für   ev.   Kirchengeschichte   des   Rheinlandes,    1930,   neuere Untersuchung: Gerhard
Menk, Langer Weg und halber Erfolg: die „zweite Reformation“ in Sayn, in: Jahrbuch für westdeutsche
Landesgeschichte,1992, S. 183ff
28)   Sinemus, a.a.O. s: 17
29)   300 Jahi-e 1683 – 1983 Evangelische Kirche RuppichteroüX Waldbröl, 1983, S.9ff u. 106
30)   Sinemus, a.a.O., S.24ff
31)   Brigitte Burbach, Die gütlichen Tage, Nachbarschaftliche Verhandlungen zwischen Berg und Sayn, in
Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises, 1992/1993, S. 171fT; dies., Geschehnisse an der bergisch
saynischen Grenze in der Mitte des 15.Jahrhunderts, in: ebd. 1991 dies., Die blankenbergische Vogtei Au
Opperzau, Bellingen, Haischeid im saynischen Kirchspiel Hamm, in: ebd. 1986/87
32)   Gensicke, a.a.O., S.341, Eine Abschrift des Vertrages befindet sich im ev. Kirchenarchiv Hamm/Sieg
33)   Ernst Otto Löttgen, Festschrift zur 700 Jahrfeier der Gemeinde Rosbach ,o.O, o.J, (1950), S.35
34)   Kirsten Seelbach, Der Dreißigjährige Krieg im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und   im
Westerwald, in: Heimatjahrbuch des Kreis Altenkirchen, 2000, S. 21 Iff
35)   Allerhand Differenzien, die Herren Geistlichen protestantischer Religion betr. LHA Koblenz, Bestand
30/6140
36)   Kirchenarchiv der ev.Kirche zu Hamm/Sieg
37)   Sinemus, a.a.O., S. 17
38)   Kirchengüter, Renten und Kapitalien zu Hamm, LHA Koblenz, Bestand 30/4951
39)   Fata der Grafschaft Sayn, aus schriftlichen Dokumenten und Erzählungen einiger Alter von M. Job. Müller
evangel. Prediger zu Hamm, Darin; Notizen aus den Kirchenbüchern zu Hamm 1636 – 1650, Hess.
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 340/5096
40)   vgl.: Sinemus, a.a.O., S. 17ffundDahlhoff, a.a.O., S.125ff