Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn

(Vortrag 2.11.2011, Hamm/Sieg) Klaus Thiesbonenkamp

 

  • Wenn heutzutage von Reformation gesprochen wird, so wird im engeren Sinn nur von einer kirchlichen Erneuerungsbewegung gesprochen, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen  -katholisch, lutherisch, reformiert-  führte.

Aber für die Zeitgenossen bedeutete die „reformatio“ die Erneuerung der Kirche und des Reiches, also der geistlichen und weltlichen Ordnung in ihrer Gesamtheit.

„Es gehet eine neue Welt daher, die alte stirbt ab,1)  so charakterisierte Kaspar Schwenckfeld (1490-10.12.1561), ein deutscher Reformator, seine eigene Zeit.

Die Gesellschaft im Übergang von Mittelalter zur Neuzeit, die Zeit des späten 15. und frühen 16. Jahrhundert, befand sich – auf allen Ebenen politisch, ökonomisch und gesellschaftlich-  im Umbruch,

Unterschiedliche Faktoren, die allerdings miteinander verknüpft waren, spielten eine Rolle.

Die Entwicklung der Produktivkräfte sprengte allmählich die Schranken der einfachen Warenproduktion und führte so in bescheidenen Maßen zu Formen der frühkapitalistischen Produktionsweise. Dies zeigte sich besonders in der Technisierung der Arbeitsinstrumente. 2)  (Technisierung im Bergbau, Anwendung der Wasserkraft, Flügelspinnrad, Hochofenbetrieb) und die aus ihr resultierende Arbeitsteilung im Bergbau (saynische Bergordnung von 1570), Hüttenwesen, Schiffsbau und Textilerzeugung (Verlagswesen).  Die Ware-Geld-Beziehung drang immer tiefer in das Wirtschaftsleben ein. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde gefördert durch die großen geographischen Entdeckungen um 1500, die einerseits neue Märkte erschlossen und andererseits durch die brutale Ausbeutung der Kolonien einen immensen Goldstrom nach Europa brachte, der zusätzlich die Wirtschaft ankurbelte.

Die Städte gewannen durch ihren Handel zunehmende Bedeutung und wollten mehr politische Rechte. Sie verfügten über eine beträchtliche Finanzkraft, die Patrizier der Städte übertrafen mit ihrer Wirtschaftskraft den landsässigen Adel, der  im wesentlichen von der Landwirtschaft lebte. Diese beruhte auf der Arbeit der Bauern, die den überwiegenden Teil der Bevölkerung ausmachten. Sie lebten mehr oder weniger am Existenzminimum und litten unter den Steuern, Abgaben, Frondiensten und der Leibeigenschaft.  Die soziale und wirtschaftliche Lage der Bauern führte seit dem Ende des 15. Jh. immer wieder zu Aufständen (Arme Konrad, Bundschuhbewegung) und fand ihren Höhepunkt im Deutschen Bauernkrieg 1524/1526. (Aufstände im Lahngebiet l525).3)

Eine wichtige Rolle in der geisteswissenschaftlichen Entwicklung kam dem Humanismus zu. Eine Bildungsbewegung, die unter dem Einfluss der italienischen Renaissance eine Wiederbelebung der Kultur der klassischen Antike durchführte, hier in Deutschland zusätzlich eine Erforschung des deutschen Altertums leistete. Der bekannteste Vertreter, Erasmus von Rotterdam, verband die Theologie mit der humanistischen Bildungsreform (neues Menschenbild) und leiste damit eine wichtige Auseinandersetzung mit der akademischen Lehre der Scholastik und begünstige damit „die Akzeptanz der Kirchenkritik seiner Zeitgenossen“.4)

Die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern löste quasi eine Medienrevolution aus, so konnten erstmals u.a. reformatorische Schriften massenhaft unter die Leute gebracht werden.

Im Gegensatz zu den sich festigenden Nationalstaaten England, Frankreich, Spanien und der Niederlande zerfiel das „Alte Reich“ in viele Einzelterritorien, wobei die mächtigsten Fürsten im steten Kampf mit dem Kaiser um die politische und ökonomische Macht rangen. Dieser Dualismus zwischen dem Kaiser und den Reichsständen (Hochadel, Reichsfürstenrat, Reichsstädte) zeigte sich immer wieder auf den Reichstagen und war für die weitere Entwicklung der Reformation von großer Bedeutung, denn wegen der fehlenden Zentralinstanz wurde die Reformation auf territorialer Ebene durchgesetzt. Die innerreichlichen Auseinandersetzungen wurden begleitet durch die außenpolitischen Spannungen zwischen Habsburg unter Karl V. und Frankreich unter Franz I., die um die europäische Vormachtstellung stritten. (Italienfeldzüge)   Hinzu kam die dauernde Türkengefahr im Südosten Europas.

Heute ist es kaum mehr möglich, eine Vorstellung von der ungeheuren Machtfülle zu gewinnen, über die der allgegenwärtige Apparat „Kirche“ um 1500 verfügte, nämlich als unmittelbarer Träger politischer, juristischer und ökonomischer Macht, alles in nicht entwirrbarer Verflechtung und vor allem verbunden mit dem Ideologie-Monopol.

Politisch beanspruchte der Papst die Weltherrschaft und das Kirchenregiment. Juristisch beanspruchte der Papst die höchstrichterliche Befugnis, denn das kanonische Recht enthielt nicht nur innerkirchliche Vorschriften, sondern auch straf- und zivilrechtliche Bestimmungen, die weit in das weltliche Leben hineinreichten.

Ökonomisch   war   die   Kirchenhierarchie   der   größte   feudale   Ausbeuter. Schätzungen gehen davon aus, dass die Kirche ein Drittel des verfügbaren Bodens in Deutschland besaß und sie war zugleich die größte Finanzmacht der Welt,

Weltanschaulich besaß die Kirche die alleinige Kompetenz in Sachen Religion und vor allem der Bibelauslegung. Laien durften die Bücher des Alten und Neuen Testamentes nicht besitzen. (Bestimmung der Synode von Toulouse, 1229, Bedeutung der Lutherübersetzung). Die Kirche verwaltete das Lehramt, den Universitäts- und Schulunterricht. Das Leben jedes einzelnen Menschen wurde von der Kirche geprägt, durch zahllose Bräuche und Kirchenfeste. Deshalb stand die katholische Kirche in Deutschland im Mittelpunkt der Kritik nahezu aller Klassen und Schichten. Eine Veränderung der Zustände konnte nur gegen die Kirche, gegen Rom durchgeführt werden.

Bei aller Kritik an den Zuständen zeigen neuere Forschungen,  dass am Vorabend der Reformation – im Gegensatz zu den Ketzerbewegungen des Mittelalters- die Frömmigkeit der Menschen an Intensität zugenommen hat. Trotzdem hatten gerade „ in der spätmittelalterlichen Gesellschaft Deutschlands die allgemeinen Spannungen, Ungleichmäßigkeiten und Widersprüche … einen Umfang erreicht, der auf  Entladung zusteuerte“ 5). Es bedarf eigentlich nur eines Funkens, um das „Pulverfass“ zu entzünden.

Ein neuer Ablasshandel wird durch Albrecht von Brandenburg ausgelöst. Er wird zum Erzbischof von Magdeburg, Administrator des Bistums Halberstadt und schließlich am 9.März 1514 zum Erzbischof von Mainz gewählt. Die Ämterhäufung als auch sein Alter (erst 24 Jahre) standen in krassen Gegensatz zum kanonischen Recht. Aber der Papst Leo X. befreite ihn von den gesetzlichen Bestimmungen gegen eine, Zahlung von 23.379 Dukaten, entsprach ca. 240.00 Goldmark. Das Geld lieh sich Albrecht von den Fuggern in Augsburg und Leo X. bietet Albrecht einen Ablass an, der besagte, dass der Ertrag geteilt werden sollte, einerseits für den Bau des Petersdoms und die andere Hälfte diente zur Schuldentilgung. Beauftragt wurde mit dem Ablass der Dominikanermönch Tetzel. Die Methoden, wie hier Geld eingetrieben wurde sind bekannt, die dann Luther zum handeln brachte:

Am   31.Oktober   1517   veröffentliche   er   seine   95   Thesen   6)   über   das Bußsakrament und  den Ablasshandel,   die  er  selber nur  als  theologische Disputation unter Kollegen verstand.
Aber es kam anders:

Innerhalb kurzer Zeit waren die Thesen (dank Buchdruck) in Deutschland bekannt, nicht nur in lateinischer, sondern auch in deutscher Sprache.
„Aber ehe 14 Tage vergangen waren, hatten diese Thesen das ganze Deutschland und in vier Wochen fast die ganze Christenheit durchlaufen, als wären die Engel selbst die Botenläufer und trügen sie vor aller Menschen Augen. Es glaubt kein Mensch, was für ein Gerede davon entstand.“ 7)

Die Thesen enthielten einen ungewöhnlichen Zündstoff. Zum ersten Mal wurde die Kritik am Ablasshandel theologisch begründet, somit greift Luther eine Form des Bußsakraments an und stellt damit ein wichtiges Machtmittel der Kirche in Frage. Da das ganze Leben des Christen Buße sein sollte, verlor der Ablass an Bedeutung, denn wer echt Reue empfand, dem konnte auch ohne Ablass von Gott Vergebung seiner Schuld gewährt werden. Gleichzeitig kritisiert Luther die ökonomischen Grundlagen des Ablasshandels:
These 46: „ Man muss die Christen lehren: Wenn sie nicht Geld im Überfluss haben, sind sie verpflichtet, das für ihr Hauswesen Notwendige zu behalten und keinesfalls für Ablass zu vergeuden“ 8)
Des weiteren wurde in  den Thesen 81-91 die Geldgier des Papsttums angegriffen.

Die Thesen waren nicht die Ursache aber der auslösende Faktor der Reformation. Es war der Beginn der antirömischen Bewegung im Reich. In den folgenden Jahren weitete sich die lutherische Reformation zu einer Massenbewegung aus. Bürger, Bauern, die Reichsritterschaft und Teile der Fürsten griffen das Gedankengut auf. In weiteren Schriften entwickelte Luther seine Lehren und lieferte sowohl theologische als auch politische Argumente gegen die römische Kirche. Er entwarf in Umrissen das Bild eines von römischen Ansprüchen befreites Staatswesen. Er forderte die deutschen Stände auf, sich an die Spitze der antirömischen Bewegung zu stellen9),  das geistliche Amt als „Beruf“ wies er der Laienwelt zu, Aufhebung der Unterschiede zwischen Geistlichkeit und Laien, freie Pfarrerwahl, die Auflösung der Orden, Umwandlung der Klöster in Schulen und Hospitäler, Reduzierung der Sakramente von sieben auf drei, die Säkularisation des Kirchengutes. Damit galt die Enteignung der alten Kirche nicht mehr als Diebstahl an Gott, sondern als gottgefälliges Werk.

So war es nicht verwunderlich, dass seitens der Römischen Kirche Luther als Ketzer verurteilt und mit dem Bann belegt wurde. Diesem Bann sollte dann auch die Reichsacht von weltlicher Seite auf dem Reichstag zu Worms 1521 10) erfolgen.

Auf dem Reichstag standen sich unterschiedliche Gruppierungen gegenüber. Gegner, Befürworter und versteckte Sympathisanten. Trotzdem wurde die Acht ausgesprochen. (Sayn war auch vertreten). Ab diesem Zeitpunkt stand die Religionsfrage immer wieder auf der Tagesordnung.

Mit der Belegung des Bannes und der Reichsacht gegenüber Luther und seinen Anhängern war eine neue Situation entstanden. Die, antirömische Bewegung stand vor schwerwiegenden Entscheidungen. Sollte der Bruch mit Rom mit allen Konsequenzen vollzogen werden, oder sollte man sich mit dem bisher Erreichten zufrieden geben. Da die katholische Kirche den gesamten Ablauf des Lebens der Menschen durchdrang, musste jeder prinzipielle Angriff auf das System weitreichende Folgen sozialer, ökonomischer, politischer und ideologischer Art haben, musste das gesamte öffentliche und private Leben umgestaltet werden.
So schieden sich bald die Geister. Die reformatorische Bewegung in Deutschland erfasste alle Teile der Gesellschaft. Aber die unterschiedlichen sozialen Interessen zeigten bald, dass auch unterschiedliche Vorstellungen über die Reform der Kirche und der Gesellschaft existierten. Ich möchte hier nur an Thomas Müntzer und den Bauernkrieg erinnern, an Zwingli und Calvin in der Schweiz, die Wiedertäufer (Mittelrhein, Mehren, Birnbach) Konzentrierter Ausdruck der weiteren Auseinandersetzung war der Reichstag von Speyer im Jahr 1526, auf dem es dem Kaiser und Papst nicht mehr gelang, das Wormser Edikt durchzusetzen, sondern die Reichsstände konnten in Fragen des Glaubens nach ihrem Gewissen entscheiden. Das Ergebnis des Augsburger Religionsfrieden von 1555 wurde vorläufig vorweggenommen. Damit stand dem allmählichen Aufbau der lutherischen Landeskirchen nichts mehr im Wege und die konfessionelle Spaltung nahm ihren Anfang. Die konfessionellen Gegensätze innerhalb der Reichsfürsten führten zu entsprechenden Bündnisse und Spannungen. Auf dem Reichstag 1530 zu Augsburg, auf welchem u.a. Melanchtons Bekenntnisschrift „Confessio Augustana“ 11) vorgelegt wurde, erlitten die lutherischen Reichsstände eine Niederlage, so dass sie sich im Schmalkaldischen Bund zusammenschlossen. Im Auftrag des Bundes verfasste Luther die Schmalkaldischen Artikel, die nach wie vor zu den Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche gehören. 12) Nicht mit Gewalt und nicht mit guten Worten hatte sich der konfessionelle Bruch in Deutschland heilen lassen. Der Kaiser musste akzeptieren, dass ein friedliches Nebeneinander der Konfessionen schon ein politischer Erfolg war. Die Reichspolitik Karls V. war gescheitert. Unter seinem Nachfolger Ferdinand I. tagte der Reichstag zu Augsburg im Jahr 1555. Die unterschiedlichen Parteien verabschiedeten sich von dem utopischen Ziel einer einheitlichen Kirche und schlossen einen Kompromiss, der den Status quo regelte:

Der Augsburger Religionsfriede bedeutete den endgültigen Verzicht auf die Wiederherstellung der Alleinherrschaft der römischen Kirche, er brachte die Anerkennung der Gleichberechtigung von Katholiken und Anhängern der Confessio Augustana. Er hatte nicht den Charakter eines allgemeinen Religionsfriedens, denn Zwinglianer, Calvinisten und Wiedertäufer blieben ausdrücklich ausgeschlossen, Und mit dem bekannten cuius regie, eius religio, (wes Herrschaft, dessen Religion) wurde den weltlichen Reichsständen die Bekenntniswahl zugesichert, nicht aber dem Individuum selber.

Diese äußerst komplizierte und widersprüchliche Entwicklung – hier nur fragmentarisch angedeutet-  im gesamten Reich hatte natürlich auch ihre Auswirkungen auf unsere Region. Die reformatorische Bewegung wurde von Mensch zu Mensch weitergetragen und machte vor keiner Grenze halt. So berichtet 1523 der Trierer Professor Latomus:

„Alles spricht und diskutiert über theologische Fragen, die Metzger, die Schneider, die Wachszieher, die Wirte und die Bauern.“ 13)
Über die großen Handelsstraßen, die durch den Westerwald führten (Köln-Frankiurt, Köln-Leipzig), kamen die Ideen ins Land., d.h. die evangelische Bewegung hatte schon z.T. hier Fuß gefasst, bevor die „landesherrliche“ Reformation eingeführt wurde. Sie stieß auf Anteilnahme in der Bevölkerung, weil die kirchlichen Missstände auch hier vorhanden waren. Die großen Abgabelasten an die Kirche bedrückten die Menschen, die seelsorgerischen Leistungen der Priester wurden nicht erbracht. Der Ausschluss von der Kelchkommunion  (in beiderlei Gestalt) in der Messe verdeutlichte den herrschenden Klerikalismus. Unordnung, Zügellosigkeit und ausschweifendes Leben wurde bemängelt. Den Weltpriestern wurde unordentliches Leben, Üppigkeit, Unwissenheit und Veruntreuung des Kirchengutes vorgeworfen. Die Menschen hatten vor solchen Dienern der Kirche keinen Respekt, gingen nicht zur Messe und weigerten sich, diesen Priestern und Mönchen den Zehnten zu zahlen.

Ober die reformatorische Bewegung vor 1560 in der Grafschaft gibt es kaum Quellen (Pfarrer Targus hatte die Kirchenbücher mit genommen 14), denn in den Akten wurde nur dann über die Volksbewegungen berichtet, wenn es Streit mit dem Landesherren gab.  Aufzeichnungen direkter Art, was der „gemeine Mann“ dachte, gibt es nicht. Allerdings finden sich in den Akten des benachbarten Herzogtums Berg Hinweise und Dekrete 15), die einerseits vor der ketzerischen Lehre Luthers warnten und zugleich die Missstände in den Kirchspielen anprangerten. Ein weiteres Indiz für die Akzeptanz der Reformation in unserer Region zeigt sich darin, dass Studenten aus Hachenburg, Freusburg, Mudersbach 16) sich schon vor 1560 in Marburg immatrikuliert haben.
Die Marburger Universität war die erste ev. Universität in Deutschland, gegründet von Landgraf Philipp von Hessen 1527.

Später als die meisten und auch die meisten benachbarten Fürsten,  (Wied, Nassau-Dillenburg, Sayn-Wittgenstein) haben die Grafen von Sayn die Reformation eingeführt.

Die Grafschaft wurde seit 1542 von den Brüdern Sebastian II. und Johann VI. gemeinsam regiert. Sebastian neigte gleich seinem wittgensteinischen Vetter der Reformation zu, während der ältere Bruder als gläubiger Katholik (er verweilte vorübergehend im Vatikan) und treuer Vasall von Kurtrier in unmittelbarer Nachbarschaft zum mächtigen Kölner Erzbischofs der neuen Glaubenslehre keine Sympathie entgegenbrachte.
Am 10.08.1555 teilten sie die Lande:
Johann bekam vor allem die Westerwald-Ämter Altenkirchen  und  Hachenburg, während Sebastian das Sieggebiet des Amtes Freusburg samt Friedewald und der saynische  Anteil an der Herrschaft Homburg zufielen.
Am 20. März 1560 stirbt Graf Johann VI. Er hinterließ eine stark verschuldete Grafschaft.  Sein ältester Sohn Graf Adolf übernimmt die Regierung im väterlichen Landesteil. Schon zu Lebzeiten seines Vaters hatte er sich mit Marie von Mansfeld vermählt, die aus lutherischen Haus stammt.  Ein Teil der Grafen von Mansfeld gehörten dem Schmalkaldischen Bund an.
Beide, Onkel und Neffe, sind sich einig, die „Augsburgische Confession“ als verpflichtendes Bekenntnis in ihren Lande einzuführen.
„Sie gehen nicht aus Opposition gegenüber dem Verstorbenen ans Werk, auch nicht im brennenden Eifer um  ‚Gottes Wort und Luthers Lehr`- das ist zu eng gesehen-  sie handelten im Verantwortungsbewusstsein für das `von Gott tragende Amt,` die ihnen auf ihre Schulter gelegte Last: Sie sehen die auf allen Gebieten zutage tretende Autoritätslosigkeit. Sebastian sieht die Trunksucht, die Unzucht, die Missachtung der göttlichen Gebote, Adolf erkennt die Unzulänglichkeit bisheriger patriarchalischer Regierungsformen und zugleich die vorausdenkende, alle Gebiete des öffentlichen Lebens umfassende,  Aktivität mancher evangelischer Landesherren.“ 17)
Betrachten wir erste Maßnahmen:

Am 9. August 1560 wird ein Sendtag, zu vergleichen mit der heutigen Synode, nach Hachenburg einberufen. Der Sendtag ist ein niedriges geistliches Gericht, auf dem nach einer Kirchenvisitation Zank, Streit, Schlägereien, Gotteslästerung und Verstöße gegen die Kirchenordnung behandelt werden. Ursprünglich wird sie geleitet vom einem Bischof bzw. seinem Vertreter, Probst oder Archidiakon.
Aber diesmal wird er von Graf Adolf selber als Summus Episcopus  (oberster Bischof des Landes) geleitet.  Im Protokoll wird die Einführung der evangelischen Wochenpredigt verlangt. Hiermit erfolgte die rechtliche Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn. Und diese soll nach Möglichkeit mit,  in den Gemeinden amtierenden Pfarrern geschehen. Dieses Vorhaben stieß nicht überall auf fruchtbaren Boden. So weigerte sich der katholische Pfarrer in Hamm, Schlebusch,  die reformatorischen Ideen zu verbreiten.  Er wurde 1562 aus dem Amt gejagt. So die Interpretation von katholischer Seite 18),
die evangelische Interpretation lautet:  Er wurde in den Ruhestand versetzt.19)

Aber letztendlich ging es hier auch um die Existenzfrage. Den Geistlichen wurde aufgetragen, das Wort getreu dem Evangelium zu verkünden und die Lehre allein aus der Heiligen Schrift zu begründen. Aber vielfach fehlte die theologische Vorbildung. So zeigten sich für die Gemeinde zunächst die Veränderungen im Aussehen und Handeln der Pfarrer. Der Talar ersetzte das Messgewand, die deutsche Predigt verdrängte die lateinische Messe, das Abendmahl wurde in beiderlei Gestalt gereicht, Bilder wurden entfernt, die Heiligenverehrung und Wallfahrten ersatzlos gestrichen. Die Feiertage bekamen eine andere Gewichtung. Das Zölibat wurde aufgehoben.

Um seine Grafschaft (Reichsmatrikel 1521Köln  60 Reiter, 277 Fuß, 600 Gulden – 3, 13, 46 20))  aufzuwerten und unter Schutz des Kaisers zu stellen, beantragt Adolf, dass er seine Urkunden mit rotem Wachs besiegeln darf, um dadurch ein reichsunmittelbares Territorium zu werden, damit wollte er eine stärkere Position gegenüber den Lehnsherren Kurköln und Kurtrier gewinnen. Um die wirtschaftliche Lage seines Landes zu stärken, wurden neue Marktflecken in Bendorf, Flammers-feld, Niederfischbach eingerichtet Ebenso wurde die Säkularisation des Kirchengutes vom Prämonstratenser-Kloster  in Sayn, Abtei Rommersdorf und vom Kloster Marienstatt betrieben.
Auf kulturellen Gebiet wurde eine Lateinschule in Hachenburg eingerichtet und mit den Einnahmen der alten kirchlichen Bruderschaft finanziert. 1562 wurde die Kirchenordnung des Pfalzgrafen Ottheinich eingeführt, die auf den lutherischen Ideen basiert, aber in der Gottesdienstordnung reformierten Vorstellungen folgt. „Kirchenordnung“ bedeutet hier mehr als nur eine kircheninterne Maßnahme. Die damalige Zeit erlebte und sah Kirche und Gesellschaft als eine Einheit.

1563 befiehlt Adolf eine Bestandsaufnahme der Kirchengüter und deren Erhaltung für die neue kirchliche Ordnung Die der Kirche gehörenden Ländereien, Häuser, Scheunen usw. waren an Einzelpersonen gegen einen jährlichen Pachtzins verliehen.
Das konnte zwar so bleiben, aber die Verwaltung ging von der Kirche auf den Landesherren über. Wenn wir einen Blick in die Visitationsprotokolle von 1569 werfen zeigt sich, dass mit dieser Maßnahme einiger Missbrauch getrieben wurde. Die Klagen aus der Bevölkerung betreffen  die gräflichen Beamten, die z. T. das Kirchengut anderweitig verwendeten, zu ihrem privaten Nutzen. z.B.:
Ein festes Haus mit den dazugehörigen Gütern in Hamm sollte eine Pacht von 20 Gulden im Jahr erbringen, gehörte aber auf einmal Heinrich Brender.
Im Pfarrhaus zu Hilgenroth wohnt jetzt der Gastwirt.
So wurde es schwierig für die neuen evangelischen Pfarrer, die Pachtgelder und Zinsen der ausgeliehenen Kapitalien zu bekommen, die ihre Haupteinnahmequelle darstellten.

Im Oktober 1565 wird im Amt Freusburg der erste an der Universität ausgebildete Theologe Leopold Optichtyus  (gr. Bratfisch) als Pfarrer eingestellt. Ebenso verhält es sich in Hachenburg im Jahre 1566 mit dem ev. Theologen Daniel Schott.

Nach dem frühen Tod Adolfs (1568) übernahm sein Bruder Hermann, ein ehemaliger Kanonikus aus Speyer, die Grafschaft. Mit ihm und später seinem Bruder Heinrich IV. , ehemaliger Dompropst zu Köln, wurde der Ausbau zu einer Landeskirche vorangetrieben. Die religiöse Auffassung wechselte, inwieweit dies mehr politisch oder auch persönlich motiviert war, sei mal dahingestellt.
Eine zentrale Maßnahme für die Festigung der ev. Kirchen wurden, wie in allen reformierten Territorien, die Visitationen, die ab 1579 regelmäßig  jedes Jahr stattfanden, durchgeführt. Sie bedeuten das Sichtbarwerden einer neuen Autorität.

Auch erließ Hermann 1574 21)  eine neue Kirchenordnung, die sich aber nur als eine Verbesserung der Ordnung von Sebastian und Adolf aus dem Jahr 1562 versteht.

Wichtiger in unserem Zusammenhang erscheint mir die am 31 Januar 1582 erlassene „Aufrichtung christlicher Disziplin der Pfarrer“ 22), in welchem die Klagen der  Gemeinde  über einzelne Pfarrer aufgearbeitet werden.
Es wird von den Pfarrern gefordert, dass sie ein Vorbild für die Gemeinde sein, eine christliche Ehe führen, keine Konkubinen haben, von ihren Einkünfte leben, Essen, Saufen und Sex in Maßen genießen, kein Bier oder Wein ausschenken sollen und dergleichen mehr. Bei Nichteinhaltung soll der Übertreter dieser Ordnung dem geistlichen Gericht des  Consistoriums überstellt und u.U. seines Amtes enthoben werden. Das Amt des Sendschöffen wird aufgewertet, denn sie sollen jetzt den Gottesdienstbesuch der Gemeindemitglieder kontrollieren. Ein Überbleibsel dieser Methode zeigt sich bis heute in der Kontrolle der Konfirmanden. Inwieweit eine christliche Kirche mit so einer Kirchenzucht bestehen kann, möchte ich nicht beurteilen.

Nach dem Tod von Hermann 1588 übernahm Heinrich IV. die Alleinherrschaft über die Grafschaft Sayn.

Im Jahr 1590 erließ er die Kirchenordnung23), die die letzte und zugleich abschließende Ordnung aus der Zeit der frühen Sayner Reformation war und ihre rechtliche Stellung mehr als 200 Jahre behielt.
Sie enthält gegenüber den früheren keine theologische Erneuerung, die Gottesdienstordnung und die Agenda bleiben bestehen und die damaligen Ergänzungen von 1582 wurden eingearbeitet. Aber auch diese Ordnung ist eine landesherrliche Ordnung. Die Kirchenmeister, Pfarrer, Glöckner als auch die Schulmeister unterstehen dem Landesherrn und nicht einer selbständigen kirchlichen Instanz. Das verhängnisvolle Bündnis von Thron und Altar bleibt nicht angefochten.

Da Graf Heinrich IV. keine Nachkommen hatte, vermachte er in seinem Testament die Grafschaft an seine Nichte Anne Elisabeth, die mit dem Grafen Wilhelm von Sayn-Wittgenstein verheiratet war. Da er wusste, dass der Wittgensteiner , Anhänger der calvinistischen Lehre war, verfügte er, dass seine Untertanen den lutherischen Glauben behalten sollten. Aber es kam anders. Im Jahr 1605 wurde das reformierte Bekenntnis in der Grafschaft eingeführt, und zwar nicht behutsam und geduldig, sondern teilweise mit brachialer Gewalt. Die lutherischen Pfarrer, die nicht dem neuen Kirchenregiment zustimmten, wurden verjagt, mit Polizeigewalt aus dem Lande vertrieben. Auch im Volk selber gab es Widerstände, so war zwar der Heidelberger Katechismus schnell eingeführt worden, aber die Ersetzung der Altäre durch Abendmahlstische und der Austausch der Luther-Choräle durch Lobwasser-Psalmen verlief nur zögerlich.

So wird vom ersten reformierten Pfarrer, Johannes Manderbach, in Hamm berichtet, dass er sich mit dem Glöckner behängte und wegen seiner  Schimpftiraden auf die Lutherischen, mit Steinen beworfen und im Wirtshaus tätlich angegriffen wurde.24)

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts gab es beide ev. Konfessionen in Hamm. Es ist nicht verwunderlich, dass es zu Auseinandersetzungen und Spannungen kam.
Die Auseinandersetzungen beruhten nicht nur auf den theologischen Streitfragen zwischen den Lutheranern und den Reformierten, sondern oft waren es handfeste wirtschaftliche Gründe, die zu „allerhand Differenzen, die Herren Geistlichen protestantischer Religion betreffend.“, wie die Akte im Koblenzer Archiv (über 600 Seiten) heißt, führte. Da die damaligen schmalen Einkünfte für die Pfarrer aus den Abgaben von der Bevölkerung bestritten wurden, schmälerten sich diese automatisch, wenn mehrere Anwärter auf den Zehnten angewiesen waren. So wurde immer wieder versucht, die Einnahmen aufzuteilen. Sogar nach der Vereinigung der beiden ev. Kirchen im Jahre 1817 zur Union blieb die Aufteilung des Zuchtebers und Zuchtbullens noch bis 1845 bestehen.

Differenzen gab es natürlich auch zur katholischen Kirchengemeinde.  Erinnern möchte ich an den Glockenfruchtprozeß. 25)

Inwieweit sich aber eine ökumenische Grundhaltung herausbildet, d.h. nicht die Unterschiede im Vordergrund stehen,  liegt bei den Gläubigen und nicht bei der Kirchenhierarchie.

Johann Wolf gang von Goethe: (geschr. 1773)

„Luther arbeitet, uns von der geistlichen Knechtschaft zu befreien; möchten doch alle seine Nachfolger so viel Abscheu vor der Hierarchie behalten haben, als der große Mann empfand. Er arbeitet sich durch verjährte Vorurteile durch und schied das göttliche vom menschlichen, so viel ein Mensch scheiden kann, und was noch mehr war, er gab dem Herzen seine Freiheit wieder und macht es der Liebe fähiger; aber man lasse sich nicht blenden, als hätte er das Reich erworben, davon er einen andern herunterwarf, man bilde sich nicht ein, die alte Kirche sei deswegen ein Gegenstand des Abscheus und der Verachtung; hat sie

doch wenige menschliche Satzungen, die nicht auf etwas göttlich Wahres gegründet wären; lasst sie und, segnet sie. Warum lästert ihr ihre Messe? Sie tun zu viel, das weiß ich, aber lasst sie tun, was sie wollen; verflucht sei der, der einen Dienst Abgötterei nennt, dessen Gegenstand Christus ist. Lieber Bruder, es wird täglich lichter in der römischen Kirche, ob‘ s aber Gottes Werk ist, wird die Zeit erweisen. Vielleicht protestiert sie bald mehr, als gut ist. Luther hatte die Schwärmerei zur Empfindung gemacht, Calvin machte die Empfindung zu Verstand.“ 26)

Anmerkungen:
1)  K. Ecke, Schwenkfeld, Luther und der Gedanke einer apostolischen Reformation, 1911, S. 100 zit nach:
Walter Nigg, Das Buch der Ketzer, Zürich, 1986, S.391
2)   S. Lilley, Menschen und Maschinen, Eine kurze Geschichte der Technik in ihrer Beziehung zur
gesellschaftlichen Entwicklung, Wien, 1952; M. Popplow, Technik im Mittelalter, München,201Ö
3)   H. Gensike, Zum Bauernkrieg im Lahngebiet, in: Nassausiche Annalen, Bd. 93. Wiesbaden, 1982, S.243 ff
4)   L. Schom-Schütte, Die Reformation, Vorgeschichte – Verlauf- Wirkung, München,2011, 5.erg.Auflage, S. 14
5)  ebd. S.S. 13
6)  Martin Luther, Aufbruch zur Reformation, hg von K.Bornkamm u. G.Ebeling, Frankfurt/Main, 1995, S.28 ff
7)  F.Myconius, Historia reformationis vom Jabre Christi 1517 bis 1542, hg von E.S. Cyprian, Heidelberg, 1718,
S.20, zit. nach: Die Reformation in Augenzeugenberichten, hg.von H. Junghans, München, 1973, S.52
8)  Aufbruch zur Reformation, a.a.O., S.32
9)  Martin Luther, Anden christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung, in: Hütten
– Müntzer – Luther, Werke in Zwei Bänden, Berlin u. Weimar, 1975, Bd.2, S. 34
10) Text der Bannbulle und das Wormser Edikt in: Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Bd.3
Reformationszeit 1495 – 1555, hg. vonU.Köpf, Stuttgart, 2001 S.153ffundS. 177ff
11) Text, ebd. S.S.371ff
12)  P.Handy, K.-H. Schmöger, Fürsten, Stände, Reformatoren, Schmalkalden und der Schmalkaldische Bund
, Gotha, 1996
13)  O.Quellenangabe, zit nach: W.Römheld, 400 Jahre evangelische Predikt in der Grafschaft Sayn, in: 400
Jahre Kirche der Reformation in der ehemaligen Grafschaft Sayn, Hachenburg, 1961,8.18
14)  M.Sinemus, Die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Hamm/Sieg, Hamm/Sieg 1927, S. 17
15) Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgang des Mittelalters und in derReformationszeit, Urkunden und
Akten, 1400 – 1553, hg. von O.R.Redlich, Nachdruck von 1907, Düsseldorf, 1986, S 193 und S.201T
16) Catalogus Studiosrum Scholae Marpurgensis, editi von J.Caesar, Marburg, 1877,S.29 ff
17) F.Hennes, Zur Geschichte der Reformation in der Grafschaft Sayn, in: Monatshefte für evangelische
Kirchengeschichte des Rheinlandes, Düsseldorf, 1961, S.74
18) Josef Wirtz, Fünfhunder Jahre Marienthal,Werl, 1927,S. 58f
19) Martin Sinemus, Die Geschichte der ev. Kirchengemeinde Hamm/sieg, Hamm/Sieg 1927, S. 18, s. E.O.
Löttgen, Die reformatorische Anfange im Raum der mittleren Sieg, in: Heimatblätter des Siegkreises,H,77
1959, S. 33ff, ders. Die Reformation in Hamm und den angrenzenden Gebieten, in: H.G.Mack (Hg.)
Heimatbuch für Hamm/Sieg und den Amtsbezik Kamm/Sieg, Altenkirchen 1956, S. 82ff, B.Burbach, Hamm
in 1000 Jahren Geschichte, Wissen 1996, S.66ff
20) s. Reichsmatrikel von 1521, in: Reichsakten, Jüngere Reihe, Nr. 56, S.424 – 442
21) Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 19, Rheinland Pfalz 1.Teilband, begründet
von E.Sehling, hg. von G.Seebaß u.E.Wolgast, Tübingen, 2008, S.337ff
22) ebd. S.362ff, Kirchenzuchtordnung
23) ebd. S.385, s.a. H.Fritzsche, Die Saynische Kirchenordnung Graf Heinrichs, in:Evangelische Kirche an der
Sieg und auf dem Westerwald, Altenkirchen 1990, S.20ff 24(   Sinemus, a.a.a.O, S.24f
25) Brigitte ßurbach, Hamm an der Sieg, Dorf- Kirchspiel – Gemeinde, Roth, 1986, S.79ff
26)  J.W.von Goethe, Brief des Pators xxx an den Pastor zu xxx, in Goethes Werke, Hamburger Ausgabe, hg.
vun E.Trunk, München, Bd. 12, 1998, S.233weiterführende Literatur ( geringe Auswahl)
Visitationsprotokolle, Urkunden und Akten, Grafschaft Sayn,
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 30, Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt.340
H. Gensicke, Landesgeschichte des Westerwaldes, Wiesbaden, 1958
M. Dahlhoff, Geschichte der Grafschaft Sayn und der Bestandteile derselben besonders in kirchlicher
Beziehung, Dülenburg, 1874, Neudruck, Vaduz, 2006 J. Wallmann, Kirchengeschichte Deutschlands seit der
Reformation, Tübingen, 2006
    L. Stern, M.Steinmetz (Hg.), 450 Jahre Reformation, Berlin, 1967
    A.Laube u.a., Illustrierte Geschichte der frühbürgerlichen Revolution, Berlin, 1974
G. Vogler, Die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk, Der deutsche Bauernkrieg 1525, Berlin
1983
W.P. Fuchs, Das Zeitalter der Reformation, in: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 8
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